Der ehemalige Remisenbau des Holzhausenschlösschens im Frankfurter Nordend war von seiner ursprünglichen Verbindung abgetrennt worden und verkam in einer es umschließenden Blockbebauung.
Ein behutsam vorgenommener Umbau ließ daraus eine kleine aber durch die offene Grundrissgestaltung dennoch großzügige Wohnung entstehen.
Die Substanz aus dem 18. Jahrhundert wurde im Umriss erhalten, das Kappengewölbe zwischen den Etagen freigelegt. Ein Stahlträgersystem sichert die Statik, erlaubte große Wandausbrüche und verleiht zugleich ästhetische Signifikanz. Ein gläserner in Staffeln bis übers Dach gezogener Glasanbau verhilft dem Gebäude im engen Hof zu mehr Licht und schützt zugleich vor neugierigen Blicken der Nachbarschaft. In ihm verzweigen sich Treppen und Zugänge, verteilen sich Licht und Luft. Das beschert dem Haus überraschende Qualitäten: vielfältige Ausblicke nach außen und Großzügigkeit und Intimität im Innern, die man so nicht vermutet.