In der Entstehungsgeschichte der 'Zeilgalerie', einer als
Raumcontinuum gedachten Passage, war den Geschossen über der
Hochhausgrenze von 22 m eine besondere Rolle zugedacht. Dieser,
ausschließlich über den Konsum hinaus gedachte Gebäudeteil, die
Turmspitze, die Glashalle über der Galerie, war zum Streitobjekt der
Stadtplaner geworden. Die nachbarlichen Fassadenbegrenzungen der Zeil
nach oben, einer aus den 50er Jahren entwickelten Trauflinie sollte
fortgeführt werden. Das vorgesehene kulturelle Angebot wurde damit
räumlich gekappt. Die Idee mit Pianobar über den Dächern von Frankfurt
sowie eine Mediennutzung wie Radio und TV-Studio mußte somit auch
reduziert werden oder ganz entfallen.
Heute, nach fast 10 Jahren, konnte die Idee einer weithin sichtbaren kulturellen Überhöhung nicht mit Tower und Sendemast, sondern in Form eines flachen silbernen Daches, das formal an einen Fischbauch erinnert, gefüllt mit einem IMAX-3-D Filmtheater, doch noch umgesetzt werden. Damit erfüllt sich auch der Anspruch des Architekten, sein Konzept, das wechselnden Ansprüchen gerecht wird, umzusetzen.
Die Raumkonstruktion des Zuschauerraumes weist einige Besonderheiten
auf. Die Hauptträger des Daches mit einer Länge von 23,00 m liegen auf
der einzigen, bis auf die Bohrpfähle durchgehenden Wand auf. Die Lasten
der Außenwände Nord und Süd hängen an diesen gebogenen Trägern. Die
Stahlkonstruktion wurde vorgefertigt und vor Ort zusammengesetzt.
Aufgrund der städtebaulichen Höhenforderung und der vorhandenen
Bestandshöhen mußte eine kompakte Dach- bzw. Wandkonstruktion
entwickelt werden.





