Das Saarland beabsichtigt auf dem Campus der HTW Saarbrücken ein Zentralgebäude mit Hörsaal, Mensa und Bibliothek zu errichten. Raumbedarf 5 400 m² NF.
Realisierungswettbewerb Hochbau HTW
Konzept
Die aus der gesamtstädtebaulichen Überlegung gewonnene Rundform mit der Schließung des Großblocks gegenüber der BAB und des gleichzeitigen Öffnens gegen den Innenbereich, überlagert mit der Idee der inneren Wegebeziehungen, ergibt die ablesbare Form des Gebäudekörpers HTW.
Das HTW Gebäude wird im EG (191,80 m ü. NN) auf der zur Campus-Mall-Allee geöffneten Süd-Seite über ein funktionales Foyer mit zwei Aufzügen, Treppe, Garderobe erschlossen.
Die Außenhülle fächert sich im Bibliotheksraum auf, so dass nur gefiltertes Licht durch den transluzenten Beton (System Luccon-Lichtbeton) in einer Verlaufsstruktur von dunkel bis hell, auf die Arbeitsplätze und den Innenraum fällt.
Die reduzierten Öffnungsschlitze dienen nur dem freien Blickkontakt nach außen.
Diese Wandstruktur schirmt ab und schafft im Nachtfall ein signifikantes Erscheinungsbild. Die Belichtung des südlichen Teils wird durch eine großflächige Pfosten-Riegel-Glas-Stahl-Konstruktion gewährleistet.
Ideenwettbewerb Freiraum und Städtebau
Konzept
Die Idee der „Campus Allee" wird weiter verfolgt und mit einer Baumreihe auf der Nordseite der „Allee" kontinuierlich durchgeführt. Im Süden kann die Allee in Teilbereichen umgesetzt werden. Ergänzend zur „Campus-Allee" auf dem Niveau 191,80 m ü. NN wird eine neue Ebene vorgeschlagen, die teilweise die existierenden PKW-Stellplätze überbrückt und die vorhandenen Gebäude mit dem Zentralgebäude verbinden.
Diese Ebene wird als „Campus-Mall" verstanden. Aktivitäten jeder Art sind hier möglich, Flanieren, Ruhen, Meditieren, etc. Diese beiden Aktivitätszonen „Campus-Allee", „Campus-Mall sind das Rückgrat des Entwurfskonzepts und bilden einen großzügigen Erlebnisraum, der für das gesamte Quartier nutzbar ist.
Eine befestigte Oberfläche aus Pflaster und Natursteinplatten wird durch begrünte offene Fugen gegliedert. Baumbosquetten (Das Grüne Dach) laden als Rückzugsbereich zum Sitzen ein. Im Wechsel zum Naturdach gibt es das künstliche Dach als gebaute Dach-Skulptur aus Weiß-Beton-Elementen.
Diese beiden Gestaltungselemente gliedern die „Campus-Mall". Die beiden vorhandenen Höfe werden einzeln behandelt, mit einer freien Wegeführung werden hier die vorhandenen Bestandsbäume in eine Grünfläche integriert, zwei Wasserflächen mit Seerosen erzeugen eine gewisse Privatheit.
Das Parkhaus für ca. 450 Stellplätze wird als Raumskulptur verstanden. Eine Raumschleife „Loop" ermöglicht es, auf einer Rampe mit 4% kontinuierlicher Steigung beidseitig zu parken. Als Kurzschluss zur Abkürzung bzw. Ausfahrt, gibt es die Querbrücken. Die Schleifen-Figur spiegelt sich auch in der Baustruktur und damit im äußeren Erscheinungsbild wieder.





