"Wohnanlage Bessunger Strasse"
Darmstadt, 1988
Vielfalt im Einfachen
Die beiden Wohnzeilen verlaufen mehr oder weniger parallel in Ost-West-Richtung. Zusätzlich schirmt im Osten ein Gebäude
mit gemeinschaftlich nutzbaren Werkstätten im Osten den inneren Blockbereich vom Straßenverkehr ab.
Im Westen wird der Block von einem nachträglich errichteten Spielhaus für die selbstorganisierte Kinderbetreuung geschlossen.
Der innere Bereich wurde in Mietergärten aufgeteilt.
Statt anonymem Abstandsgrün individuelle Gärten mit vielfältigen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.
Vorbauten lockern die klaren Großformen der Zeilen auf: Laubengänge, Wohnhöfe und kleine Loggien sowie Wintergärten, die auf der Südseite als Sonnenkollektoren wirken.
Die Fassaden und Vorbauten sind berankt, so dass Gärten und Hauszeilen zu einer belebten Einheit verwachsen.
Wert gelegt wurde auf eine gute Durchmischung der Zwei-, Drei- und Vierzimmer-Wohnungen.
Innerhalb der Wohnungen ermöglichen etwa gleichgroße Zimmer eine variable Nutzung.
Nichttragende Innenwände erlauben den Bewohnern eine andere Grundrissaufteilung.
Durch gut gestaltete Räume für Begegnung, zum Beispiel Laubengänge und gemeinsam nutzbare Dachterrassen, wirkt die Architektur der Anonymität und Isolierung der Bewohner entgegen





