Die Interpretation der Gebäudehülle des im Herbst 2005 eröffneten Einkaufscenters der ECE-Projektmanagements war Thema eines Fassadenwettbewerbs aus dem Jahr 2000.

Das Einkaufscenter Ettlinger Tor entlang der barocken Hauptachse, der heutigen Karl- Friedrich - Straße besteht aus 3 Verkaufsebenen mit darüber liegenden 2 Parkierungsebenen. Am Rondellplatz wird das denkmalgeschützte Weinbrenner Fassadenreststück in den dortigen Ecksolitär formal integriert. Es bleibt als Bild erhalten, dahinterliegende Nutzungen werden darauf abgestimmt.

Das Gebäude gliedert sich als offener gläserner Innenkubus, in dessen Kontrast drei geschlossene, steinerne Eckgebäude stehen, die Büroflächen beherbergen. Der Kubus wird von einem extensiven Gründach mit Stanzungen zur Belichtung und Belüftung in der 5.Ansicht geschlossen.

Die Solitäre aus rahmweiß gebändertem Muschelkalk definieren Eingänge, und schaffen Orientierungspunkte an markanten städtebaulichen Orten. Die Glasfassade des Innenkubus gliedert sich in weitgehend geschoßhohe Formate, die das Achsraster von 5.0m in ungleiche Teile bricht. Der Wechsel zwischen transparenten und opaken Flächen, gibt einen Grundrhythmus vor. Teilflächen werden im Bereich der Stellplatzanlage zur Belüftung durch Aluminium-Lochblechtafeln in gleichen Formaten ersetzt.

Die betont vertikale Struktur wird durch Bedruckungen und animierte LED-Leuchtstäbe überlagert und erzeugt in der Homogenität der Fläche ein geschichtetes, sich stetig wandelndes Bild. Die farbige Erscheinung der Fassade wird computergesteuert den jeweiligen Lichtstimmungen und -verhältnissen angepasst und wandelt sich so stetig im Jahres- und Tagesverlauf.

Die beiden Eckbauten am Ettlinger Tor sowie an der Kriegsstrasse sind die städtebaulichen Eckpunkte, die definieren, gliedern, orientieren. Zwei Lichtstelen markieren diese prominenten Punkte.