Auf den Wunsch der HZD einen Erweiterungsbau mit 250 neu zu schaffenden Arbeitsplätzen zu errichten, wurde in Zusammenarbeit mit dem HBM NL West in Wiesbaden ein Neubau mit Anbindung an das Hauptgebäude entwickelt. Unter der städtebaulichen Vorgabe der Anpassung an die Umgebung wurden auf begrenzter Grundstücksfläche 7796m² BGF Obergeschossfläche mit Büro- und Sondernutzungsbereichen und 5677m² BGF Untergeschossfläche mit Technikbereichen und Tiefgarage umgesetzt. Den Sicherheitsbedürfnissen der HZD war dabei in der Planung und im Bauablauf im Besonderen Rechnung zu tragen. Den Schnittstellen zum Gebäudebestand galt in technischer und räumlicher Umsetzung besonderer Augenmerk.
Fassade
Der Neubau wird von einer hoch transparenten Hülle umschlossen, um den Gedanken zeitgemäßer offener Arbeitsformen nach außen zu dokumentieren. Süd- und Westseite des Gebäudes werden durch eine Doppelfassade eingehüllt, die sich durch farbige in den Fassadenzwischenraum einstülpende Erker gliedert. Der so geschichtete Glaskörper folgt süd- und westseitig den Konturen der Grundstücksgrenzen und erzeugt eine spannungsreiche Überformung der südwestlichen Gebäudeecke.
Zwei vollverglaste Stege verbinden den Neubau in unterschiedlichen Ebenen direkt mit dem Haupthaus.
Deren mit Bambusmotiven bedruckte Gläser schaffen einen gestalterischen Bezug zur darunter liegenden Außenanlage.
Nutzung
Das Neubaugebäude stellt im Erdgeschoss Sonderflächen zur Verfügung
(teilbarer zweigeschossiger Veranstaltungssaal, Besprechungsräume,
Cafeteria), die auch zu externen Nutzungen oder Schulungszwecken
freigegeben werden können und mit entsprechender Konferenz- und
Multimediatechnik ausgestattet sind.
Technik
Die Kühlung der Büroflächen erfolgt in zukunftsorientierter
Betriebskostenoptimierung (Low-Tec) durch Aktivierung der Betondecken.
Vernetzte Kunststoffrohre werden in die neutrale Zone der Betondecken
eingelegt. Die Speichermasse der schweren Decken kann jahreszeitlich
bedingt Kälte oder Wärme aufnehmen und ermöglicht eine kontinuierliches
Abstrahlen im Tagesverlauf.
Auf 7 Geschossen werden die
verschiedentlich nutzbaren Büroflächen durch individuelle
Fensteröffnungen natürlich be- und entlüftet.
Sie gruppieren sich im Gebäude um einen zentralen verbindenden
Luftraum, der die vorgeschalteten offenen Kombibereiche mit Frischluft
versorgt.
Flachdecken
ermöglichen die Herstellung eines dafür in Nord-Süd-Richtung weitgehend
stützenfreien Raumes.
Der Einsatz flexibler Trennwandsysteme auf einem durchgängigen
Hohlraumboden, erlaubt kurzfristige Änderungen in der laufenden
Arbeitsorganisation, ohne umfangreiche und störende Baumaßnahmen.
Freianlagen
Zwischen Neubau und Haupthaus wird den Mitarbeitern der HZD eine
intensiv gestaltete Außenanlage angeboten und in den Sicherheitsbereich
eingebunden. Eine Wasserfläche, die mit einer schiffsdeckartigen
Terrasse aus der Cafeteria überspannt wird, bildet dabei den Übergang
des Gebäude zum Garten. Die Zugänglichkeit des Gartens wird durch eine
Außentreppe am Gebäudeübergang auch vom Foyer des Haupthauses
ermöglicht.





