Thema ist der Transformationsprozess, dem die Stadt gegenwärtig unterliegt. Damit stellt sich wieder die Frage, ob Architektur überhaupt noch Zusammenhänge herstellen bzw. sozialen Sinn stiften kann. Der Ort, um den es hier geht, ist in Veränderung: Ein ehemaliges Stahlwerk die "Burbacher Hütte" - Grenzgebiet zwischen bestehenden Stadtstrukturen, dem noch bestehenden Industriekomplex, wird als Zone potentieller Veränderung verstanden. Das Projekt Expomedia soll die Entwicklung des Ortes signalhaft beginnen und weiter beeinflussen. Mit der Wahl des Standortes wird ein strategischer Punkt besetzt - CROSSING POINT - auf den sich die folgenden Projekte ausrichten sollen.
Nutzung
Das Gebäude bietet Raum für geschossweise teilbare Büronutzung mit zwei Mietungen pro Geschoss in einhüftiger Büroorganisation. Das sechste Obergeschoss stellt eine Sonderform dar.
Prinzipien der Gestaltung
Die Erfindung einer Licht-Struktur, sowie eines Steuerungprogrammes.
Nicht die Figur des Würfels, sondern die Verwandlung seiner
Erscheinungsform im Spiel des Lichts - dies ist unsere Erfindung,
vermittelnd zwischen der Realität der gebauten Form und der
Immaterialität des Lichts.
Die Medienfassade ermöglicht mittels eines Rechnerprogrammes
die Darstellung von abstrakt- sowie konkret künstlerischer
Visualisierung von Aktivitäten und Informationen.
Ein
in zwei Ebenen hintereinander angeordnetes, verschiedenartig
leuchtendes Röhrensystem bildet ein räumliches Gitternetz, das sich
über alle vier Seiten des Kubus legt. Die Röhren können einzeln oder
zusammen, in einer Reihe oder in Abfolge gestartet werden. Sie
symbolisieren auf abstrakter Ebene Informationen, Bewegungen und
Zustände. Im Gegensatz zu der Leuchtfassade steht das Media-Board auf
der Fassade. Es ermöglicht die Ergänzungen oder auch die
Konfrontation der abstrakten Bilder mit der Abildung der Wirklichkeit.
Das Media-Board vervollständigt das Spannungsfeld im Sinne von
analoger und digitaler Welt. Wir verstehen das Ganze als Experiment
zwischen konventioneller
Architektur und Medienereignis.





